Aktuelles Heft
Waldbau während der Borkenkäfersaison – verzichtbar oder nicht?
Wenn der Borkenkäfer fliegt, zählt für viele nur noch die rasche Aufarbeitung befallener Fichten. Der Beitrag zeigt, warum das zu kurz greift. Wer Waldbau während der Käfersaison aussetzt, verschärft die Probleme der nächsten Jahre: dichte, instabile Bestände bleiben anfällig für Trockenheit und Käferbefall. Erklärt wird, wie Sanitärhieb, Pflegeeingriff, Mischungssteuerung und Stabilisierung der Bestandesränder sinnvoll verbunden werden können. Praktisch für alle, die nicht nur reagieren, sondern ihren Wald dauerhaft widerstandsfähiger machen wollen.
Pekannüsse entdecken: Wissenswertes über Baum und Frucht
Die Pekannuss ist mehr als eine wohlschmeckende Nuss aus Nordamerika. Der Beitrag stellt den Pekannussbaum, seine Herkunft, sein Wachstum, seine Früchte und seine besonderen Holzeigenschaften vor. Für Waldbesitzer interessant ist vor allem die Frage, ob diese wärmeliebende Hickory-Art im Klimawandel auch bei uns eine Rolle spielen könnte. Beschrieben werden Standortansprüche, Frostempfindlichkeit, Erfahrungen mit Versuchsanbauten und Grenzen eines Anbaus in Mitteleuropa. Ein Blick über den Tellerrand für alle, die neue Baumarten kritisch prüfen möchten.
So senken Sie das Waldbrand-Risiko im Wirtschaftswald
Trockenperioden, Hitze und mehr Freizeitnutzung erhöhen das Waldbrandrisiko. Der Beitrag zeigt, wo Waldbesitzer konkret ansetzen können: Brandlast nach Holznutzungen reduzieren, Totholz je nach Lage bewerten, Waldränder pflegen, Mischbestände fördern und Zufahrten sowie Löschwasserstellen sichern. Auch Arbeiten mit Motorsäge und Maschine werden als Risikofaktor behandelt. Der Text verbindet vorbeugenden Waldbau mit einfachen organisatorischen Maßnahmen und erklärt, wie Waldbesitzer im Ernstfall Einsatzkräfte durch Ortskenntnis unterstützen können.
Blatt- und Nadelpilze: Genauso schädlich wie auffällig?
Braune Nadeln, Flecken auf Blättern oder vorzeitiger Blattfall wirken oft dramatisch. Der Beitrag hilft Waldbesitzern, solche Symptome richtig einzuordnen. Er erklärt, wann Blatt- und Nadelpilze meist nur Zuwachs kosten und wann sie für den Bestand gefährlicher werden. Entscheidend sind unter anderem Baumvitalität, wiederholter Befall, Standortfeuchte, Bestandesdichte und die Frage, ob junge Nadeljahrgänge oder Triebe betroffen sind. Praktische Hinweise zeigen, wie Baumartenwahl, Mischung und Pflege das Infektionsrisiko senken können.
Wie trocken ist es im Wald?
Trockenstress ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Der Beitrag stellt den WaldDürreMonitor Bayern vor, der tagesaktuell zeigt, wie viel Wasser Waldböden noch speichern und wie stark Bäume bereits eingeschränkt sind. Erklärt werden die wichtigsten Kennwerte: Trockenheit im Ober- und Unterboden, Füllstand des Wasserspeichers, Zeitraum ausreichender Wasserversorgung und Transpirationsindex. Für Waldbesitzer liefert das Online-Werkzeug eine bessere Grundlage, um Pflanzungen, Jungwuchs, Käferrisiko und Pflegeentscheidungen standortnäher einzuschätzen.
Kulturpflege mit dem Brombeer-Rechen – was sind die Vorteile?
Brombeere, Himbeere und dichter Begleitwuchs können junge Forstpflanzen rasch überwachsen. Der Beitrag zeigt, warum der Brombeer-Rechen in vielen Kulturen eine einfache Alternative zum Freischneider sein kann. Er ist günstig, braucht keinen Treibstoff, schont junge Pflanzen und reduziert die Gefahr, gepflanzte Tannen, Douglasien oder Eichen versehentlich abzuschneiden. Beschrieben werden Anwendung, richtiger Zeitpunkt, Arbeitsfortschritt, Umweltvorteile und Grenzen des Werkzeugs. Besonders nützlich für Kleinprivatwald und Jungwuchspflege mit überschaubarem Aufwand.
Waldränder artenreich, sinnvoll und schön gestalten
Ein guter Waldrand ist mehr als ein schöner Übergang zur offenen Landschaft. Der Beitrag erklärt, wie gestufte, artenreiche Waldränder Lebensraum schaffen, Sturmangriffsflächen verringern und bei Straßen oder Bebauung auch die Verkehrssicherung entlasten können. Vorgestellt werden der ideale Aufbau aus Saum, Strauchmantel und Übergangszone sowie einfachere Varianten für begrenzte Flächen. Waldbesitzer erhalten konkrete Hinweise zu passenden Strauch- und Baumarten, Pflege, Auflichtung und möglichen Förderungen für die Waldrandgestaltung.
Zeckenschutz – kleine Parasiten mit großem Risiko
Wer im Wald auszeichnet, pflanzt, freischneidet oder Jungbestände pflegt, kommt häufig mit Zeckenhabitaten in Kontakt. Der Praxistipp erklärt, warum Zecken für Waldbesitzer, Forstunternehmer und Waldarbeiter ein ernstes Gesundheitsrisiko sind. Beschrieben werden typische Aufenthaltsorte der Parasiten, mögliche Krankheiten wie Borreliose und FSME sowie einfache Schutzmaßnahmen. Lange helle Kleidung, Repellents, gründliche Körperkontrolle und rasches Entfernen der Zecke können das Risiko deutlich senken. Ein kurzer Beitrag mit großem Nutzen für den Arbeitsalltag.
Frage & Antwort
In der Rubrik werden zwei häufige Fragen aus der Waldbesitzerpraxis beantwortet. Zunächst geht es um vegetative Verjüngung: Stockausschlag und Wurzelbrut können Flächen schnell wieder begrünen, ersetzen aber wegen geringer genetischer Vielfalt nicht immer die Verjüngung aus Samen. Danach wird erklärt, wann nichtheimische Baumarten wie Douglasie oder Roteiche im Privatwald sinnvoll sein können. Die Antworten zeigen: Entscheidend sind Standort, Mischung, Beobachtung und ein maßvoller Einsatz statt einfacher Patentrezepte.
Hexenbesen an Waldbäumen – kurz erklärt
Dichte, kugelige Verzweigungen in Baumkronen fallen Waldbesitzern schnell auf und wirken oft bedenklich. Der Beitrag erklärt, was hinter sogenannten Hexenbesen steckt. Meist entstehen sie durch Störungen im Wachstum, häufig ausgelöst durch spezialisierte Pilze, seltener durch Viren, Bakterien oder genetische Veränderungen. Für die Praxis wichtig: Einzelne Hexenbesen sind in der Regel kein Grund für eine Fällung. Der Beitrag hilft, Erscheinungsbild und Bedeutung richtig einzuschätzen und den Gesamtzustand des Baumes sachlich zu beurteilen.
Wald-Wild-Diskussion: Mit aussagekräftiger Karte sachlich diskutieren
Verbiss entscheidet mit darüber, welche Baumarten im Wald der nächsten Generation überhaupt eine Chance haben. Der Beitrag zeigt, wie Jagdgenossenschaften und Waldbesitzer mit Karten, Luftbildern, Samenbaum-Nachweisen, Weiserzäunen sowie Fotos mit Standort sachlicher über Wald und Wild sprechen können. Erklärt werden digitale Möglichkeiten in Bayern, Tirol und Oberösterreich sowie einfache Wege, Abschüsse und Verjüngungsschwerpunkte nachvollziehbar zu dokumentieren. Ein praktischer Beitrag für alle, die waldbauliche Ziele nicht dem Zufall überlassen wollen.
Digitale Lösungen für eine zukunftsfähige Forstwirtschaft
Schadereignisse, steigende Kosten und knappe Fachkräfte machen aktuelle Bestandesdaten immer wichtiger. Der Beitrag stellt digitale Forstlösungen von palos vor und zeigt, wie Karten, Maßnahmenplanung, Forsteinrichtung, Inventurdaten und mobile Anwendungen die Bewirtschaftung erleichtern können. Auch KI-gestützte Einzelbaumableitung wird erklärt. Für Waldbesitzer und Forstbetriebe wird deutlich, wo digitale Systeme Zeit sparen, Wissen sichern und Entscheidungen nachvollziehbarer machen. Der Text zeigt aber auch, dass Software nur dann hilft, wenn sie praxisnah eingesetzt wird.
Hand-Arm-Vibrationen tun nicht sofort weh
Kribbeln in den Fingern nach Motorsäge oder Freischneider sollte nicht verharmlost werden. Der SVLFG-Beitrag erklärt, wie Hand-Arm-Vibrationen entstehen und warum sie langfristig Durchblutungsstörungen, Nervenschäden und Gelenkprobleme verursachen können. Besonders wichtig sind Wartung, ausgewuchtete Schneidwerkzeuge, korrekt geschärfte Ketten, passende Führungsschienen und regelmäßige Pausen. Auch Akku- und Verbrennergeräte werden aus Arbeitsschutzsicht verglichen. Ein praxisnaher Sicherheitsbeitrag für alle, die ihre Gesundheit bei der Waldarbeit erhalten wollen.
Praxistest: Die Trommelsäge „Quatromat“ – eine runde Sache
Im Praxistest wird die Trommelsäge Quatromat SAT 4 des Herstellers AMR genau unter die Lupe genommen. Der Beitrag zeigt, wie die vier Trommelkanäle, das 700-mm-Kreissägeblatt, die stufenlos einstellbare Trommelgeschwindigkeit und das Förderband in der Praxis zusammenspielen. Bewertet werden Leistung, Schnittgenauigkeit, Bedienkomfort, Späneaustrag, Sicherheitsdetails und Grenzen bei verklemmten Scheiten. Für Waldbesitzer, die regelmäßig Brennholz aufarbeiten, liefert der Test konkrete Hinweise zu Nutzen, Ausstattung und Preisrahmen.
Wildgerichte mit zartem Frühlingsgemüse
Regionale Wildküche passt besonders gut zu saisonalem Gemüse. Der Beitrag liefert drei Rezepte, die Wildbret mit Spargel, Pak Choi, Pilzen, Frühlingszwiebeln und Kirschen kombinieren. Vorgestellt werden Wildroulade mit Spargel und Rahmpolenta, Wildschweinfilet im Blätterteig sowie zartes Rehragout mit Frühlingszwiebeln und Herzkirschen. Für Jäger, Waldbesitzer und alle, die Wildbret sinnvoll verwerten möchten, bietet der Beitrag gut nachkochbare Ideen für eine frische, hochwertige Küche aus der Region.
Waldemars Waldmärchen: Die Hexe vom Schattenwald
Das Waldmärchen erzählt von einem dunklen Schattenwald, in dem kein Licht mehr den Boden erreicht, und von Prinz Immergrün, der mit Mitgefühl eine Verwandlung auslöst. Kinder erleben spielerisch, warum Licht im Wald wichtig ist und wie Schatten- und Lichtbäume zusammengehören. Die Geschichte verbindet Fantasie mit einfachem Waldwissen und macht junge Leser neugierig auf Bäume, Waldbilder und Naturbeobachtung. Für Familien mit Waldbezug eignet sich der Beitrag als Vorlesegeschichte und Gesprächsanstoß über Vielfalt im Wald.
Faktencheck, Spiel- und Rätselecke
Die Kinderseite macht Waldwissen greifbar. Im Faktencheck geht es um die Linde: herzförmige Blätter, Herzwurzelsystem, Nutzung von Holz und Blüten sowie ihre Bedeutung für Bienen und Lindenhonig. Dazu kommt die Frage, was Lichtbaumarten, Schattbaumarten und Halbschattbaumarten unterscheidet. Eine Mandala-Idee mit Blättern und Zapfen regt zum genauen Hinschauen im Wald an. Die Rätsel zu Bärlauch und Maiglöckchen zeigen spielerisch, warum Pflanzenkenntnis wichtig ist und Verwechslungen gefährlich sein können.


