Neben Giftpflanzen sind auch andere Produkte des Waldes Ursache für zum Teil schwere Vergiftungsfälle, die nicht nur Pilze- und Beerensammler gefährlich werden können.

Im Rahmen einer Studie des internationalen Forschungsprojektes StarTree wurde in 25 europäischen Ländern das Konsumverhalten und die Sammeltätigkeit im Wald untersucht. Für über 40 % der Befragten war der Wald Sammelort für Nahrungsmittel, Kunsthandwerk, Kosmetik und Pharmazie. Grundsätzlich darf jeder den Wald für Erholungszwecke betreten und sich dort aufhalten. Es gibt aber kein Recht auf das Sammeln von Pilzen, Beeren und sonstigen Waldprodukten. Die Früchte des Waldes gehören dem Grundeigentümer, der jederzeit und ohne Angabe von Gründen das Sammeln untersagen bzw. für die Erlaubnis auch ein Entgelt verlangen kann. Das Forstgesetz verbietet, sich unbefugt Pilze in einer Menge von mehr als 2 kg pro Tag und Person anzueignen, Pilz- und Beerensammelveranstaltungen durchzuführen oder daran teilzunehmen.

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