Seit Anfang des Jahres ist Hubertus Wörner der neue Leiter der Bayerischen Forstverwaltung im Amt. Die Redaktion unserer Zeitschrift spricht mit dem aus Kirchzell im unterfränkischen Landkreis Miltenberg stammenden verheirateten Vater zweier Kinder darüber, wie die aktuellen Herausforderungen im Wald gemeistert werden können.

2018 war ein Jahr der Extreme. Sturm, Trockenheit, Hitze. Auch dieses Jahr begann regional mit extremen Schneefällen und Stürmen. Der Klimawandel stellt die Waldbesitzer vor große Herausforderungen. Die Bäume sind geschwächt, immer mehr und bisher nicht bekannte Schädlinge kommen an den Bäumen vor. Gleichzeitig belastet das in- und ausländische Kalamitätsholz den Holzmarkt. Regional ist der Holzmarkt zusammengebrochen. Was tut die Bayerische Forstverwaltung, um den Waldbesitzern zu helfen?

Hubertus Wörner: Wir können natürlich nicht den Holzmarkt retten, aber wir stellen erhebliche Mittel und Kapazitäten bereit, um die Waldbesitzer bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen. Unsere Wälder sind durch Trockenheit und Stürme geschwächt, deshalb ist unter anderem der Borkenkäfer ein Riesenproblem. Wir hatten ja bereits im vergangenen Jahr ein Maßnahmenpaket aufgelegt, das von finanziellen Anreizen für die Aufarbeitung über Fachberatung bis hin zu personeller und organisatorischen Hilfen reicht. Wir haben das Paket jetzt nochmals erweitert. Unter anderem können wir jetzt die Organisation und Koordination der Käferbekämpfung durch die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse fördern. Das ist wichtig, denn der Erfolg der Bekämpfung hängt ganz maßgeblich auch vom Engagement der Zusammenschlüsse ab.

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