Ein intaktes, gut geplantes Waldwegenetz spart Zeit und Geld bei der Bewirtschaftung. Gerade im Privatwald bringen dauerhafte, stabile Wege Vorteile mit sich, die in schwierigen Situationen eine entscheidende Rolle spielen.

Planung von neuen Waldwegen

Bei der Planung von Forsterschließung stellt sich als erstes die Frage: Wieviele Wege brauche ich überhaupt? Um eine Übererschließung zu vermeiden, ist ein Forstwegeabstand von 400–600 m anzustreben. Aus forstfachlichen Gründen sollten dabei 45 lfm Weg pro Hektar nicht überschritten werden. Nutzen Sie bei dieser Überlegung eine maßstabsgerechte Karte Ihrer Bestände, zeichnen Sie sich bestehende und noch anzulegende Wege ein, messen deren Länge und teilen den Wert durch die Fläche. So zeigen Sie Überangebote und Defizite Ihrer Erschließung auf. Nicht jedes einzelne Grundstück braucht dabei einen eigenen direkten Anschluss. Allerdings sollte in zumutbarer Entfernung ein Forstweg erreichbar sein.

Achten Sie bei Ihrer Planung auf Schutzgebiete jeglicher Art, auf mögliche Naturgefahren (Dolinen, Rutschungen ...) und auf eine Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Denken Sie auch an Wendemöglichkeiten und Holzlagerplätze. Auch sie gehören zu einem funktionierenden Wegesystem.

Heft bestellen