PEFC im Privatwald - lohnt sich das?

Ob Eierkartons, Schulblöcke oder Möbelstücke: Gütesiegel auf Alltagsgegenständen sind jedem bekannt. Doch lohnt sich die Zertifizierung auch für den Privatwaldbesitzer? „mein wald mein holz“ sprach mit Kathrin Selhuber, PEFC-Regionalassistentin für Bayern.

mein wald mein holz“: Frau Selhuber, Zertifikate und Gütesiegel sind allgegenwärtig. Doch was nützt Waldbesitzern eine Zertifizierung?

Selhuber: Die PEFC-Zertifizierung bestätigt dem Waldbesitzer die nachhaltige Bewirtschaftungs eines Waldes. Das wird in Zukunft noch wichtiger werden, da sich die Strukturen in der Gesellschaft verändern. Teile der Bevölkerung haben keinen Bezug zur Waldbewirtschaftung mehr und sehen diese zunehmend kritisch. Mit der PEFC-Urkunde dokumentiert der Waldbesitzer, dass er nachhaltig wirtschaftet.

Wozu dient Waldbesitzern diese Urkunde?

Selhuber: Damit könnte der Waldbesitzer nun Werbemaßnahmenstarten, doch der Effekt wäre wahrscheinlich begrenzt. Mit der PEFC-Zertifizierung bündeln alle WaldbesitzerWerbemaßnahmen für nachhaltigeWaldbewirtschaftung. Dies ist kostengünstig für jeden Waldbesitzer und hat einen größeren Effekt, weil diese Werbung überregional wahrgenommen wird und ein größeres Publikum erreicht.

Dann ist Zertifizierung also Werbung?

Selhuber: Nicht nur. Werbung lockt den Verbraucher an, der wiederum auf das PEFC-Logo vertraut. Käufer von PEFC-zertifizierten Produkten, generieren eine Nachfrage bei den Holzbetrieben, sodass diese wiederum bevorzugt PEFC-zertifiziertes Holz bei zertifizierten Waldbesitzern kaufen und dabei oftmals bessere Konditionen für zertifiziertes Holz gewähren, etwa: raschere Abfuhr bei Kalamitäten, höherer Preis oder neue Käufer für spezielle Sortimente.

Was kostet eine Zertifizierung?

Selhuber: Die PEFC-Zertifizierung kostet Waldbesitzern unter 50ha jährlich 5 Euro, Waldbesitzer über 50ha zahlen 0,18 Euro pro Jahr und Hektar. Waldbesitzer, die in einer FBG oder WBV Mitglied sind, sind meist über ihre Mitgliedschaft PEFC-zertifiziert. Hier zahlt die FBG oder WBV den Beitrag.

Lesen Sie das gesamte Interview in der Fachzeitschrift „mein Wald mein Holz“, Ausgabe 2/2017.

Text: Das Interview führte Johann Wild.

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