Die Borkenkäfersituation ist nach dem Sommer 2018 ausgesprochen angespannt. Entsprechend der heißen und trockenen Witterung konnten die Fichtenborkenkäfer ihr volles Vermehrungspotential ausschöpfen. Das vierte Jahr in Folge legten Buchdrucker und Kupferstecher eine 3. Generation an. Intensive Kontrollen sowie zügige und strikte Aufarbeitung bleiben weiterhin oberstes Gebot, um die Ausgangslage für 2019 zu verbessern.

Buchdrucker und Kupferstecher konnten auch im Jahr 2018 eine 3. Generation und mehrere Geschwisterbruten anlegen. Damit kam es das vierte Jahr in Folge zu einer starken Vermehrung der Fichtenborkenkäfer. Hinzu kam im August 2017 der Gewittersturm „Kolle“ mit 2,3 Mio. fm Schadholz. Die Herbst-und Winterstürme führten in Bayern zu vergleichsweise geringen Schäden. Zu Schwärmbeginn 2018 nicht aufgearbeitete Einzel- und Nesterwürfe bildeten jedoch ideale Ausgangpunkte für Neubefall. Der Schwerpunkt des Borkenkäferbefalls liegt seit 2015 in den Fichtenwäldern der südlichen Oberpfalz bis in den Vorderen Bayerischen Wald, des Tertiären Hügellands und der Münchner Schotterebene. 2017 und 2018 kam es auch im Südlichen und Nördlichen Jura, im Frankenwald, Fichtelgebirge und auf dem Fränkischen Keuper zu einer deutlichen Zunahme des Borkenkäferbefalls.

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